– ”All the world´s a stage” (William Shakespeare) –

Am Donnerstag, 9. Juli 2026, gastierte in diesem Jahr erneut das White Horse Theatre mit gleich drei englischsprachigen Theaterstücken im Saal des Bürgerhauses der Stadt Rees.
Zunächst entführte das Bühnenwerk Tiger of the Sea das Publikum der Klassen 5 und 6 in eine wilde, abenteuerliche Welt rund um Meer, Mut und Entdeckungsdrang. Der furchterregende Pirat Black Nick Sharmuck, der als Tiger der Meere bekannt ist, sucht ein neues Crew-Mitglied und entführt kurzerhand den naiven Hirtenjungen Robin. Dies lässt sich dessen energische Freundin Jenny jedoch gar nicht gefallen und macht sich zu seiner Rettung auf! Das Stück gewann die jungen Zuschauer durch seine konstant aufrechterhaltene Spannung sowie die vielen kreativen, unterhaltsamen Mitmach-Elemente, bei denen das Publikum begeistert mitging und ordentlich Stimmung aufkam! Unterstützende Soundelemente trugen hier insbesondere zum tollen Gesamterlebnis bei.
Im Anschluss widmete sich die Inszenierung Sticks and Stones einem aktuell-universellen und ernsthaften Themenkomplex: Mobbing, Gewaltprävention und Freundschaft. Diese Darbietung für die 7. – 9. Klassen war einfühlsam und sehr eindringlich angelegt, mit klaren Figurenführungen, anschaulichen Beispielen und einer deutlichen Botschaft, die zum Nachdenken anregte. Die Umsetzung ermöglichte die Reflexion über soziale Dynamiken und die persönliche Verantwortung angesichts von Mobbing im eigenen Umfeld.
Den Abschluss bildete das Schauspiel The Great Gatsby, das den EF- und Q1- SchülerInnen dargeboten wurde. Die atmosphärisch dichte Adaption des anspruchsvollen Romans von F. Scott Fitzgerald zeichnete sich durch klare Figurenführung und eine – wenngleich minimalistisch gehaltene – überzeugende Bühnenästhetik aus, die das New York der 1920er Jahre im Saal des Bürgerhauses lebendig werden ließ. Die Umsetzung veranschaulichte sowohl zentrale Motive der Handlung als auch die komplexen Beziehungen der Figuren, und bot einen Einblick in das ambivalente Wesen des American Dream, in das Konzept von Aufstieg und Fall, Hoffnung und Scheitern, Realität und Illusion.
Alle Stücke waren dem jeweiligen englischsprachlichen Niveau der SchülerInnen angepasst, so dass dem Theatererlebnis nichts im Wege stand. Die Leistungen der vier jungen britischen SchauspielerInnen, die binnen ca. sechs Stunden in zig verschiedene Rollen schlüpften, waren durchweg herausragend!
Ein großer Dank gilt der Stadt Rees sowie vor allem dem Förderverein des Gymnasiums Aspel für die großzügige Subventionierung dieses Theater-Projekts!
Für die Fachschaft Englisch
Steffi Mölle









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