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Gymnasium Aspel
mit bilingualem deutsch-englischem Zweig
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Zusammenhalt macht stärker - Prävention am Gymnasium Aspel

Fit in Fair Play

  

Schwerpunkt Orientierungsstufe:

Ich und meine neue Gruppe – Gewaltprävention auf der Klassenebene

a) Einführung des Klassenrats als Institution

Die Klassenlehrer führen im 5. und 6. Jahrgang mit ihren Klassen regelmäßig einen Klassenrat durch.

Während der Sitzung des Klassenrats haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit Konflikte offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Es werden jedoch nicht nur Probleme angesprochen: im Klassenrat ist auch Raum, um angenehme Ereignisse und erfreuliches Verhalten zu loben sowie gemeinsame Klassenaktivitäten zu planen.

Die Organisation übernehmen – anfangs mit Hilfe der Lehrkraft – die Schüler selbst: sie leiten, beobachten, protokollieren und reflektieren die Klassenratssitzungen eigenständig.

Auf diese Weise wird in der Klasse eine offene Gesprächskultur gefördert und damit das Klassenklima verbessert. Die Schülerinnen und Schüler werden in Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit geschult, da sie sowohl an den Schwierigkeiten als auch an den Erfolgen ihrer Mitschüler Anteil nehmen.

b) Inhaltliche Ausbildung der Lerngruppe

Gleichzeitig wird im Unterricht (besonders im Deutsch- und Politikunterricht) an einer verbindlichen Gesprächskultur gearbeitet. Die Schüler lernen, von eigenen Bedürfnissen zu reden statt anderen Vorwürfe zu machen (Ich-Botschaften), anderen aktiv zuzuhören, Gefühle wahrzunehmen und zu formulieren – insgesamt also Grundregeln einer gewaltfreien Konfliktlösung.

c) Zivilcourage-Training im Rahmen eines Projekttages in Klasse 6

In Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung des Kreises Kleve führen wir Projekttage mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch, die sich am jeweiligen Bedarf der Klasse orientieren. Bislang wurden Schwerpunkte wie „Gewaltfreie Konfliktlösung“ sowie „Recht und Unrecht im Internet“ thematisiert.


Schwerpunkt Mittelstufe:

Schüler helfen Schülern – Gewaltprävention durch Unterstützersysteme

a) Ausbildung der Schüler-Paten

Klassenpaten – Neulinge durch das Schul-Labyrinth lotsen

Seit dem Schuljahr 2008/09 gibt es Ansprechpartner für die neuen Fünftklässler in Form eines Paten-Systems. Die Paten haben eine Ausbildung im Sozial-Kompetenz-Training hinter sich gebracht und lernten, wie sie den "Neuen" aufmerksam zuhören und sie bei Problemen unterstützen können. Sie sind geübt in der Analyse von Konflikten und haben vielseitige Lösungsstrategien auf Lager. Ihre Konzepte entwickeln sie selbstständig in kleinen Teams und übernehmen so Verantwortung für sich und andere. Frau Terhorst und andere Lehrer unterstützen sie dabei.

In der ersten Woche des Schuljahres zeigen die Paten den Neuen die Schule, erklären ihnen alles und stehen ihnen bei Fragen zur Seite. Später kommen sie hin und wieder in die Klassen, gratulieren den Geburtstagskindern, organisieren Gesprächsrunden oder helfen Klassenfeste zu organisieren. Auch später werden die Paten den jüngeren Schülerinnen und Schülern zur Seite stehen und hoffen, den Jüngeren in vielfältiger Weise helfen zu können!

Lernpaten – Nachhilfe und Unterstützung beim Lernen lernen

Frau Appelt organisiert die Nachhilfebörse, die es unter dem Motto „Schüler helfen Schülern“ schon seit einigen Jahren an unserer Schule gibt, und bildet die neuen Lernpaten aus.

Die Lernpaten sind Schülerinnen und Schüler unserer Schule, sie vermitteln Unterstützung und geben auch selbst Nachhilfe. In der Gestaltung ihrer Nachhilfestunden sind die Schülerinnen und Schüler frei, ein Austausch zwischen den Nachhilfegebenden ist bei uns sehr erwünscht.

Des Weiteren bieten die Lernpaten Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen Unterstützung an und geben Tipps, z.B. wie und wann sie sich gut auf Klassenarbeiten und Tests vorbereiten oder generell wie sie sich am besten organisieren können. Wenn das erwünscht wird, treffen sich ein paar Lernpaten mit den Schülerinnen und Schülern nach dem Unterricht in der Schule.

Schulsanitäter – Mehr als nur Pflaster kleben

Die Sanitäter sind Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 16 Jahren, die von Herrn Beenen in ihrem Handwerk ausgebildet wurden. Sie sind in den Pausen und während der ganzen Schulzeit über ein Mobiltelefon zu ereichen.

Zu ihren Aufgaben gehört alles, was man als Sanitäter machen muss. Dazu zählt: Pflaster kleben, Wunden versorgen und natürlich die alt bekannten Bauchschmerzen „behandeln“ oder Kopfschmerzen mit viel Fürsorge und Humor bekämpfen. Gute Laune ist ein großer Bestandteil ihres Handelns und hilft fast immer!

b) Projekttage zur Suchtprävention - „Es gibt Versuchungen, entscheide dich!“

 

Schwerpunkt Mittel- und Oberstufe:

Gewaltprävention durch Schüler-Streitschlichter

Der übliche Umgang mit Konflikten:

Konflikte zwischen Schülern gibt es tagtäglich. Es wird geschubst, gerempelt, Sachen von anderen werden beschädigt, es wird gelästert und ausgegrenzt. Aus Zeitnot werden viele dieser Konflikte zwischen "Tür und Angel" geregelt. Selten werden befriedigende Lösungen für beide Streitparteien gefunden. Oft wird eine Art "Waffenstillstand" oder nur eine Verlagerung des Konflikts erreicht (z.B. nach der Schule oder andere Personen werden mit in den Konflikt hineingezogen). Häufiger gibt es aber auch Bestrafungen des vermeintlich "Schuldigen". Der Vorfall ist zwar zunächst geregelt, da aber der Konflikthintergrund meist außen vor gelassen worden ist und somit die Beweggründe nicht beseitigt wurden, kann der Streit bei der nächsten Gelegenheit wieder aufflackern. Ein Weg, bessere Konfliktregelungen zu erreichen ist die Streitschlichtung durch Mitschüler. Die Streitschlichter können dazu beitragen, das soziale Klima in ihrer Schule zu verbessern.

So geht’s besser: Die Streitschlichtung

Ein Grundgedanke der Streitschlichtung ist, dass die Beteiligten sich eher an Abmachungen halten, die sie selbst ausgearbeitet haben. Schüler, die einen Konflikt mit Hilfe der Streitschlichter untereinander gelöst haben, können sich wieder begegnen ohne nach Gelegenheiten suchen zu müssen, um Rache zu üben. Außerdem können Schüler in einer späteren Konfliktsituation von ihrem Besuch bei den Streitschlichtern profitieren, weil sie gelernt haben, wie man mit so einer Situation richtig umgehen sollte.

Streitschlichter vermitteln in Konflikten zwischen Mitschülern mit dem Ziel, eine für beide Seiten akzeptable Konfliktlösung zu finden. Beide Streitparteien erhalten die Möglichkeit, die Situation aus ihrer Sicht darzustellen. Die Streitschlichter wiederholen, fassen zusammen, fragen nach, vermitteln beiden Streitparteien die Gefühle und Bedürfnisse des Anderen, ergreifen aber niemals Partei oder fällen ein Urteil. Im Laufe der Streitschlichtung sollen sich die Streitparteien über ihre Interessen, Gefühle und Bedürfnisse, die mit dem Streit in Verbindung stehen, bewusst werden und nach einer fairen und realistischen Lösung für die Zukunft suchen, mit der beide Parteien zufrieden sind. Die Lösungsmöglichkeit, auf die sie sich letztlich einigen, wird in einem Vertrag schriftlich festgehalten, damit man auf etwas Handfestes verweisen kann. Falls es erneut zu einem Streit kommt, besteht die Möglichkeit, anhand der Vereinbarung und der bisher festgestellten Beweggründe, an dem Fall leichter weiter zu arbeiten. Das Gespräch wird vertraulich behandelt, d.h. weder die Streitschlichter noch die Streitparteien dürfen das, was im Streitschlichterraum besprochen wurde, anderen Personen berichten. Dies ist besonders wichtig, weil die Streitparteien uns freiwillig aufsuchen.

Schüler-Streitschlichter am Gymnasium Aspel

Ein solches Streitschlichterprogramm ist auch an unsere Schule vorhanden. Die Streitschlichter haben eine umfangreiche und ausgiebige Ausbildung erhalten, die mit einem dreitägigen Seminar abgeschlossen wurde. Dabei wurden mithilfe von Rollenspielen Schlichtungsgespräche nachempfunden, sodass eine reibungslose und erfolgreiche Streitschlichtung in der Realität erfolgen kann.

Schwerpunkte unsere Ausbildung waren:

  • ein Gespräch zu leiten (d. h. unter anderem Beleidigungen und Handgreiflichkeiten, falls sie vorkommen, zu unterbinden)
  • aktives (d. h. aufmerksames) Zuhören und das Gesagte pointiert zusammen zu fassen
  • beiden Streitparteien gegenüber neutral zu sein
  • Methoden der Konfliktanalyse zu behandeln (Konflikterhellung)
  • gewaltfreie Kommunikation
  • die Phasen einer Streitschlichtung (Einleitung, Schilderung der Sichtweisen, Konflikthintergrund, Lösungssuche, Vereinbarung)

Auf diese Weise haben wir auch soziale Fähigkeiten, wie Toleranz gegenüber Andersdenkenden, einen guten Umgang mit Konflikten oder ein selbstsicheres und selbstbewussteres Auftreten erlernt.

An unserer Schule befindet sich ein separater Streitschlichterraum (008 im Erdgeschoss), in dem die Streitschlichtung in aller Ruhe und ohne störende Personen abgehalten werden kann. Darüber hinaus gibt es einen Pausendienst der Streitschlichter, sodass sich in jeder Pause Schülerinnen und Schüler bei uns melden können um unsere direkte Hilfe anzufordern. Die verantwortlichen Lehrer sind Herr Joußen und Herr Iser.

Die Ausbildung weiterer Streitschlichter wird in der Regel zum Schuljahresbeginn angeboten. Auf diese Weise können immer wieder interessierte Schülerinnen und Schüler Streitschlichter werden und helfen unsere Schule und ihr Klima zu verbessern.                  (Sara Terhorst)

 

 

 

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