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Erfahrungsbericht zur Teilnahme an der Deutschen SchülerAkademie (DSA) 2019 in Torgelow am See von Simon Hildenhagen, Q1

 

Nachdem ich von unserer Schule die Empfehlung erhalten hatte an der letztjährigen Deutschen SchülerAkademie teilzunehmen, habe ich mich mit der freundlichen Unterstützung von Frau Mölle auf einige Kurse beworben, um schließlich im Kurs “Kulinarische Hermeneutik” angenommen zu werden.

Erfahrun Simon 2019

Insgesamt gab es sieben Akademie-Standorte deutschlandweit in diesem während der Sommerferien 2019 stattfindenden Projekt. Auf jede Akademie entfielen ca. 100 Teilnehmer, verteilt auf sechs Kurse. Nach der Empfehlung durch die Schule konnte man sich auf fünf verschiedene Kurse hin bewerben. Teilweise wurde die Akademie vom Bundesministerium für Bildung und Begabung finanziert, jedoch blieb noch ein Eigenanteil. Die Teilnahme der Gymnasiasten war begrenzt auf das 11. zw. 12. Schuljahr. Bei der Auswahl der Teilnehmer wurde neben der Ausgewogenheit der Geschlechter auch auf gewisse Kriterien geachtet, u.a. die prozentuale Quote je Bundesland oder die Anzahl der Teilnehmer je Schule.

Mein Akademie- Standort befand sich in Mecklenburg-Vorpommern in der Nähe von Plau am See und beherbergt außerhalb der Ferien die Internatsschule Torgelow am See. Das Gelände ist parkähnlich angelegt, daher sehr weitläufig und bietet allerlei Möglichkeiten. So konnte man im See schwimmen oder Boot fahren, sich auf den Tennis-, Volleyball-, oder anderen Sportplätzen betätigen oder Zeit im Tanzsaal, Billardraum oder den Musiksälen verbringen.

Bei meiner Ankunft erhielten wir zur Orientierung ein Band mit Namen, einem USB-Stick und den Zimmerschlüsseln. Zum Kennenlernen des Geländes gab es zu Beginn eine Rally. Dann fand auch schon das erste Plenum statt. In diesem lernten wir die einzelnen Kursleiter kennen und uns wurde das Prinzip der KüAs (Kursübergreifende Aktivitäten) erklärt. Die KüAs durften wir sowohl zeitlich als auch inhaltlich selbst organisieren.

Weiterhin wurde uns ein typischer Akademietag vorgestellt: 8 Uhr Frühstück, 8.30 Uhr erstes Plenum, anschließend Kursarbeit, 12.30 Uhr Mittagessen und freie Zeit (KüA) bis um halb fünf die nächste Kurseinheit stattfand, Abendessen und abschließend abermals freie Zeit bzw. KüA.

Nach dem Plenum begann die erste Kursstunde in den individuellen Kursen, in der wir nach einer kurzen persönliche Vorstellungsrunde unser Thema besprochen haben. Kennengelernt hatte ich die meisten meiner Kurskollegen bereits vorab in den Skype-Treffen, die bereits einige Wochen zuvor angesetzt waren.

Die Namensgebung “Kulinarische Hermeneutik” ist ein von unseren Kursleitern ausgedachtes Forschungsfeld, welches die Kulinaristik, die Semiotik, die Hermeneutik und weitere Kommunikationsmodelle auf Kochrezepte anwendet. Bedeutet im Klartext, dass wir Kochrezepte aus verschiedensten Zeiten und Ländern unter die Lupe genommen und auseinandergepflückt haben auf den Schreibstil, die Begrifflichkeiten und deren Bedeutung damals und heute. Um dieses Ziel möglichst wissenschaftlich zu erreichen, haben wir uns unter anderem mit Texten von Weidenfels und Foucault beschäftigt. Die Texte, die wir für unsere Kursarbeit brauchten, haben wir einige Wochen vorher, in einem Reader zusammengefasst, per Post erhalten. Jeder Kursteilnehmer sollte einen Text als Vortrag vorbereiten, um die Kursarbeit möglichst effizient zu gestalten.

Wir haben in den 16 Tagen Aufenthalt ca. zwei Texte pro Tag bearbeitet. In der zweiten Woche musste jeder einen Doku-Text über seinen Text schreiben, diese wurden korrigiert und anschließend ungefähr nach der dritten Version wurden die Texte gesammelt, um dann in einer kurs- und akademieübergreifenden Doku gedruckt zu werden. Jeder Teilnehmer soll zur Erinnerung bald ein Exemplar in den Händen halten können.

Ein Highlight war auch der Kabarett-Abend, an welchem der Kaberett-Kurs sein Können und die geleistete Kursarbeit zur Schau stellte. Dieser Kurs hatte sich mit aktuellen Problemen bzw. politischen Situationen auseinandergesetzt und machte auf diese mithilfe von Comedy aufmerksam. Es wurden Themen wie die militante Politik Trumps, die Arbeitsmissstände in Indien sowie die Flüchtlingspolitik von Gauland behandelt.

Der Kabarett-Abend wurde nur vom „Kulturellen Abend“ in den Schatten gestellt. Bei diesem konnte jeder etwas Unterhaltsames zum Besten geben. Es wurde gesungen, musiziert, aber auch selbst geschriebene Gedichte zum Besten gegeben. Auch ich habe meinen Teil mit einem Sketch von Loriot beigetragen ?.

In der zweiten Woche fand eine Exkursion statt. Hierbei konnte man wählen zwischen einem Besuch im Max-Planck-Institut, einer Wandertour, dem Besuch des Tierparks Greifswald oder einem KZ. Ich war im Tierpark Greifswald. Die Exkursion nahm den ganzen Tag in Anspruch und hat viel Spaß gemacht.

Außerdem fand in der zweiten Woche ein öffentliches Konzert in der Kirche der Gemeinde statt, welches ebenfalls von uns Akademieteilnehmern organisiert wurde. Es wurden sowohl Klavierstücke (“Rachmaninoff”), Orchesterstücke (“Star Wars“) vorgetragen, der Chor hat unter anderem “Angels” gesungen, aber auch einzelne Sänger zeigten teils mit instrumentaler Begleitung ihr Können bei Liedern wie “Through the Valley” oder “Let her go”.

Am Ausgang der Kirche hatte unser Kurs dann zusätzlich kleine Häppchen vorbereitet, wie Datteln und Pflaumen im Speckmantel, Birnen mit Roquefort oder Oreo Pralinen. Wir hatten zuvor ein Budget erhalten und konnten damit von der Planung bis zur Durchführung das Catering eigenverantwortlich organisieren.

Das Schönste aber an der Akademie war die Stimmung. Jeder, mit dem man sich unterhalten hat, zeigte Offenheit, Akzeptanz, Intelligenz und Freundlichkeit. Obwohl wir alle uns vorher noch nie gesehen hatten, herrschte direkt ein extremer Gemeinschaftssinn und eine Hilfsbereitschaft, wie man sie sonst nur sehr selten findet.

Ich kann jedem, der überlegt an irgendeiner Form der Deutschen SchülerAkademie teilzunehmen, dieses nur wärmstens empfehlen! Es ist eine Chance, die man wahrnehmen sollte, da dieses Angebot einen wirklich nachhaltig beeinflusst. Es ist einfach ein Erlebnis, welches sich nicht in Worte fassen lässt. Man lernt die unterschiedlichsten Leute kennen und knüpft Freundschaften deutschlandweit, die wohl noch lange bestehen bleiben werden.

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